Adhi Mudra bei Gongmeditationen

Manchmal haben Teilnehmer bei Gongmeditationen Bedenken, ob sich auch wirklich abschalten können. Ich erlebe es oft, dass der Verstand (besser noch: The Mind) sich nicht abschalten läßt. Er meldet sich bei Gongmeditationen oft in Form von Angst, bedrückenden Gefühlen oder Bedenken, ob das nicht doch zu laut wird. In dieser Phase wird der Gong so mächtig, dass er den Teilnehmern die Kontrolle über sie nimmt. Wer das nicht so gut kann, kämpft mit seinem Ego, Verstand.

Hier hilft das Adhi Mudra.

Die Spitze des Daumens drückt auf den Punkt unter dem kleinen Finger. Die anderen Finger umschlingen den Daumen. Der Daumen wird geschützt. Er steht für das Ego, Selbstbewusstsein, das Ich. Das Element des Daumens ist das Feuer, sein Planet der kriegerische Mars. Der kleine Finger steht für Kommunikation und Offenheit. Sein Element ist das Wasser. Der Merkur ist sein Planet.

Die meisten Babies machen dieses Mudra gleich nach der Geburt und halten es sehr häufig in den ersten Monaten. Sie sind noch unsicher in der neuen Welt. Sie schützen sich damit. Kinder, die ihre Hände öffnen symbolisieren Offenheit, Sicherheit und Urvertrauen. Wenn das Baby seine Daumen in der der Hand schützt, sollten die Eltern dem Kind Sicherheit, Nähe und Geborgenheit geben. Streicheleinheiten helfen da sehr gut. Es hat jedoch nichts wertendes zu bedeuten (gut/schlecht). Es ist einfach so.

Das Adhi Mudra öffnet die oberen Lappen der Lungen. Es stimuliert Prana, das hinauf in die Kopfregion und die äußeren Glieder fließt (Udana Vayu). Physisch gesehen ist es für den Ausgleich und die Heilung der Sinnesorgane verantwortlich. Subtiber betrachtet ist es zuständig für die Balance unserer Wahrnehmungen.

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