Deutsche Bahn mahnt Blogger ab

Ein Blogger bloggt. Da wird veröffentlicht er ein Dokument, das ihm jemand zuschickt und das Die Bahn AG als intern einstuft. Jedoch interessiert sich kaum jemand dafür. Es geht unter im schnellen Leben des Internets. Plötzlich aber wird die Bahn selbst hellhörig und schickt die wilden Reiter der Rechtsabteilung los. Abmahnung, Unterlassungserklärung, böse Sache. Das volle Programm kriegt der Blogger ab.

netzpolitik

Er schickt einen Hilferuf über Twitter. Was tun? Und plötzlich kommen viele Antworten. Andere Blogs springen auf und berichten auch darüber. Der Blogger ist ganz gerührt der großen Anteilnahme.Er bekommt Hilfsangebote, hat jetzt einen Rechtsbeistand und verweigert die Unterschrift unter die Unterlassungserklärung.

Langsam dreht sich die Sache gegen die Bahn. Bespitzelungsaffäre über 173.000 Mitarbeiter. Bestreikung. Und jetzt haun sie auf einen Blogger drauf. Darüber berichten nun Heise, Focus, Golem, und und und…

Was bleibt aus der Geschichte? Der Artikel wurde in dem Blog kaum beachtet. Im Internet aber lässt sich alles finden, so eben auch der Artikel. Die Bahn hats gemerkt. Die Bahn aber schätzt das völlig falsch ein. Großer Laden, große Geschütze, aus alle Rohren abfeuern, das können sie. Der Blogger twittert. Und Twitter ist schnell. Ist wie SMS in die ganze Welt raus schicken. Jeder kann das lesen. Und super schnell erhält er Antworten und Hilfe. Von den Twitter-Antworten (Reteweets) gehts wieder zu den etwas langsameren Bloggern und von denen erfahren es schliesslich auch die noch langsameren Onlinemedien. Jetzt können wir noch drauf warten, bis die erste Papierzeitung darüber berichtet.

(via written in basic und netzpolitik.org)

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