Gong putzen – Gongglanz

George fragte mich per Mail:

„Dein 82 cm Paiste Gong ist so schön poliert, wie hast Du das gemacht, 3 Std. poliert wie Nanak es sagte, …??? Sidol Metallpolitur und feine Watte und nach 3 Std. mit Waffenöl versiegeln ??? Kannst Du mir da nen Tipp geben !!! Gibt es nun bessere Gongständer als die von Klang & Stille, oder wurde er wieder speziell angefertigt ???“

Zur Gongpolitur:

Ich habe meinen Gong von Paiste so ursprünglich bekommen, wie Ihr Gongsters auch. Er war anfangs ebenfalls fast schwarz. Das erste halbe Jahr habe ich meinen Gong einmal im Monat mit Sidol Metallpolitur poliert. Das ging so: Erst mal mit einem leicht feuchten Tuch Staub und sonstiges wegwischen. Vorne und hinten. Kurz trocknen. Fertig.

Dann wurde der Gong vorne und hinten poliert. Dabei habe ich jeweils viertelscheibenweise wie eine Uhr von z.b. 12 bis 3 Uhr bearbeitet. Sidol nie direkt aufs Metall, sondern auf ein altes Geschirrtuch, das so oft gefaltet wird, bis eine handliche Größe übrig bleibt. Darauf ein Streifen Sidol und in Kreisen poliert. Die Tuchfläche wird tiefschwarz. Anschliessend mit einem weichen Baumwolltuch, das nicht flusert, nachpoliert. Den „Brandfleck“ in der Mitte der Rückseite habe damit vollständig wegbekommen. Die Mitte der Vorderseite vom Gong glänzt auch wie die Sonne persönlich.

Damit säubere ich meinen Gong:
Sidol, altes Geschirrtuch handlich gefaltet und ein fusslfreies Baumwolltuch (oder altes T-Shirt)

gongputz

Den schwarzen Rand des Gongs kann man pro Politur etwas heller machen. Das geht sehr langsam, lässt sich aber im Laufe der Monate nach Geschmack regulieren. Mein Rand ist jetzt hellbraun, der Innenbereich glänzt golden. Perfekt. Mehr will ich nicht. Momentan reicht es, wenn ich meinen Gong alle drei Monate säubere. Wichtig ist aber: Den Gong so wenig wie möglich mit Händen berühren. Das kann Oxidationsflecken machen, die nur schwer rauszupolieren sind. Die Flecken kommen vom Schweiß und dem Fett auf unseren Händen, die mit dem Metall reagieren.

Ein weiterer Vorteil vom häufigen Gongpolieren: Man lernt ihn besser kennen – fühlt jede Erhebung und spürt die Rillen auf der Oberfläche. Im Gegenlicht glänzt er herrlich, der gewellte Rand fühlt sich ebenfalls sehr gut an.

Zum Gongständer:

Er ist von Klang-und-Stille und tatsächlich der momentan bestmögliche. Mein erster Gongständer war noch von Paiste, schwarz und aus Metall und superschwer. Danach kam der Holzständer von Klang-und-Stille. Schon eine Sonderanfertigung, weil man ein Fußteil zum Davorknien wegknicken konnte. Mein jetziger Ständer hat dickere Holzteile, abnehmbare Füsse zum besseren Transport, individuell einstellbare Höhe durch verschiedene Hakenlöcher und einen knickbaren Fuß. Ich habe ihn mit Nanak Dev Singh und Klang-und-Stille entwickelt. Es gibt ihn so als Katalogware nicht zu kaufen.

1 Comment
Previous Post
Next Post