Indien will Yoga Piraterie stoppen

In den letzten Jahren werden vermehrt Patente auf Yoga-Positionen (Asanas) angemeldet, vornehmlich in den USA. Das Wissen darüber und die Positionen sind jedoch Jahrtausende alt. Man nennt das Yoga Piraterie. Der Yoga-Markt allein in den USA ist laut dem Yoga Journal 5,7 Mrd. Dollar schwer. Dazu gehören neben den Yoga-Stunden auch DVDs, Workshops, Yogi-Tees, Matten, Kleidung und und und…

Sugbagh SinghMomentan existieren allein in den USA über 130 yogarelevante Patente, 150 Copyrights und über 2300 eingetragene Marken. Viele ziehen ihre Informationen aus alten indischen Schriften und lassen sie dann in den USA patentieren, damit sie Lizenzgebühren für die Verwendung des alten Yogawissens kassieren können. Besonders Bikram Choudhury und seine Organisation wird in diesem Zusammenhang immer wieder genannt.

Von dieser Entwicklung alarmiert, hat die indische Regierung nun beschlossen zurückzuschlagen (to fight back, wie es im Originaltext heisst). Das Gesundheitsministerium hat ein Team von 200 Spezialisten aufgestellt, alle bekannten Yoga Asanas und Techniken zu sammeln und in einer Datenbank zu katalogisieren. Sie trägt den Namen Traditional Knowledge Digital Library (TKDL), so die India Times.

Bereits jetzt haben sie 600 Asanas in ihrer Datenbank. Das Team hofft aber, mindestens 1500 Einträge bis Ende 2009 zu bekommen. Die indische Regierung erwartet, dass künfigte Patente zurückgewiesen werden und Yoga als eine Art Allgemeingut nicht von Einzelnen geschützt werden kann.

Zu diesen Yoga Marken und Patentierern gehören auch die Iyengars, Kundalinis, Bikrams, Kids Yoga, Satyandas u.v.m.

(via Global Voices und yogapad.de)

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