Jack Wolfskin, Dawanda und wie es weitergeht

Die Welle der Entrüstung über die Abmahnungen von Jack Wolfskin-Anwälten (JW) an Dawanda-Handarbeiterinnen und die Stellungnahme von JW geht weiter. Die Top-Medien haben das Thema aufgegriffen. So berichtet heute das Handelsblatt über die Causa Wolfskin. Auch die Zeit hat sich des Themas angenommen und übernimmt die Meldung von der Deutschen Presse-Agenur (dpa). Sogar in die USA wird mittlerweile über „the German Way of aggressive legal action“ im renomierten Magazin Adage berichtet.

Den Stein brachte neben dem Dawanda-Forum der Werbeblogger ins Rollen. Dort meldete sich heute auch per Telefon Manfred Hell, Geschäftsführer von Jack Wolfskin. Was mich viel mehr beeindruckt hat, ist der emotionale Brief eines JW-kunden aus der Ukraine. Dieser Kunde fährt  jedes Jahr einmal von Kiew bis nach Moskau in den Original-JW-Store zum einkaufen fährt.Lest seinen Brief selbst. Er ist es wert.

Shakira – She Wolf

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Shakiras Webseite mit der Wolfstatze / Bild: Bildschirmkopie von Satya Singh, gongmeditation.de

Eine kleine Seitenanekdote: Die Sängerin Shakira hat gerade ein neues Album veröffentlicht. Es heißt: „She Wolf“. Das Markenzeichen ist die blutige Tatze eines Kätzchens Wolfes. Im Fan-Onlineshop von Shakira gibt es allerhand Wolfstatzen-T-Shirts zu kaufen. Es ist nicht bekannt, ob die Anwälte von Jack Wolfskin auch an Shakira eine Abmahnung geschickt haben. Möglicherweise haben sie aber nach eingehender Prüfung festgestellt, dass man die Wolfstatze von Shakira niemals mit der Wolfstatze von JW verwechseln kann – im Gegensatz zu den Kätzchentatzen von Dawanda-Bastlerinnen.

Und noch was: Die Frauen solidarisieren sich mit den Abgemahnten. Sie basteln und verkaufen ihre Sachen, um das Geld zu spenden. Hier als Beispiel: Filzlotte.

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