Nachhaltige Banken für nachhaltige Menschen

Banken brauchen wir irgendwie alle. Aber in der Branche ist momentan sehr viel Bewegung. Dabei war die Bankenkriese nicht der Auslöser, sondern lediglich ein weiterer Anschubser. Was viele Menschen bereits in ihrem Alltagsleben umsetzen wollen, möchten sie auch mit dem Geld, das sie verdienen, logisch weiterführen.

Es ist für immer mehr Menschen eben nicht mehr in Ordnung, wenn ihre Bank Staudämme in Südamerika, Waldabholzungen auf Tasmanien oder Kernkraftwerke in Rumänien mitfinanziert. Diese Leute suchen sich für ihr Geld zunehmend Banken, deren Geschäftsmodell ihrem Lebensstil mehr entspricht. Dafür nehmen sie gerne in Kauf, daß sie weniger Rendite versprochen bekommen, daß sie kein dichtes Geldautomatennetz haben, dafür aber das Gefühl bekommen, daß mit ihrem Geld das passiert, was sie wollen.

Beispiele für nachhaltige Banken
Das Angebot wird für die interessierten Bürger hier immer größer. Ich will hier nur ein paar aufzählen, die ich selbst kenne. Eine Empfehlung soll es nicht darstellen.

Rolle des Internets
Interessant ist hier, dass bei allen das Internet die zentrale Rolle spielt. Die GLS Bank hat zwar noch an ausgewählten Standorten „Filialen“, jedoch keinerlei Bargeldverkehr. Die Ethik-Bank ist eine reine Direkt-Bank. Ganz neu am deutschen Markt ist die Triodos Bank seit ein paar Tagen. Sie setzt neben dem klassischen Online-Banking vermehrt auf Web 2.0 Kanäle wie Youtube, Facebook oder ihren Blog. Hier kann man einen guten Einblick erhalten, was da für Leute arbeiten, wie sie drauf sind, wie sie rüberkommen und vermitteln dem potenziellen Kunden damit ein „Gefühl“, ob die zu einem passen oder eben nicht. Christoph vom Karma Konsum Blog unterstützt sie hier recht kräftig.

Greenwashing
So nennt man das, wenn Unternehmen auf den nachhaltigen und ökologischen Zug aufspringen wollen und ihrem Portfolio einen „grünen“ Anstrich geben, sich hinter den Kulissen aber weiter nichts ändern. Bekannt sind hier bereits die Automobilhersteller, Energie-Konzerne (Öko-Strom aus Wasserkraftwerken, die sie immer schon hatten). Dass mit nachhaltigen Kunden gutes Geld zu verdienen ist, entdecken jetzt auch die „herkömmlichen“ Banken und nehmen zunehmend Geldanlagen mit ins Portfolio, um auch diesen Kunden Finanzprodukte bieten zu können. Und sie haben damit Erfolg. Die Finanz-Produkte investieren sicher in nachhaltige Projekte, die Finanzinstitute werden deshalb aber nicht als Ganzes nachhaltig. Hier muß jeder selbst entscheiden.

Geldanlage aus spiritueller yogischer Sicht
Hier greift eine völlig andere Lebensphilosophie, die ich in vielerlei Hinsicht selbst schon kennen lernen durfte. Man muß das Geld im Fluß halten. Also stets ausgeben, spenden oder verstreuen. Es kommt zurück. Man hat nie mehr Geld, als man braucht, man erhält immer das Geld, was man braucht. Wenn man mehr hat, so deshalb, weil man es anderen geben soll, die gerade weniger haben. Diese Art der Geldanlage trotzt jeder Krise. Hierzu benötigt man viel Vertrauen. Ich selbst habe sie schon häufig am eigenen Leib erleben dürfen, muß aber sagen, daß ich trotzdem noch dem anerzogenen Muster „Spare jetzt, dann hast du in der Not“ erliege.

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