needaproblem – Probleme zu verkaufen

Am Sonntag abend fuhr ich von meiner Gongmeditation nach hause. Meistens höre ich B5-aktuell. Diesesmal lief das Computermagazin. Und da kam der Beitrag: Ein paar Schweizer aus Genf haben eine Webseite mit Shop veröffentlicht und verkaufen Probleme.

Geniale Idee. Sie lösen keine Probleme von anderen Leuten oder kaufen diese auf. Nein. Richtig gelesen: Sie verkaufen Probleme. Wenn Du also keine oder zuwenig Probleme hast: Bitte schön. Needaproblem.com verkauft Dir welche.

needaproblem

Prinzip von Needaproblem
Es gibt Probleme von 1,00 EUR bis 5000,00 EUR zu kaufen, je nach Schwierigkeitsgrad, den man sich einbrocken lassen will. Für einen Euro geht das einfach. Ein 5,00 EUR Problem ist beispielsweise: Melde Dich bei Deiner nächstgelegenen Brauerei zu einer Führung an und bringe die Besonderheiten ihres Spezialbieres in Erfahrung. Ok. Das kostet schon mal einen Nachmittag. Ein 5000,00 EUR Problem könnte z.B. sein: Fahre in den südamerikanischen Urwald und treffe dort zu einer bestimmten Zeit eine Kontaktperson. Die Problemkäufer berichten dann per Video oder E-Mail, von den Lösungen und reichen diese bei den Needaproblem-Leuten als Beweis ein.

Die Idee dahinter
Wie kommt man auf sowas? Martin Koncilja, einer der Gründer, berichtet, daß der Film mit Michael Douglas „The Game“ Auslöser war. Douglas spielt einen reichen und gelangweilten Investmentbanker, der in viele schwierige und lebensbedrohliche Situationen kommt. Am ende stellt sich heraus, daß er das alles als Unterhaltsdienstleistung gebucht hatte.

Für den kleineren und mittleren Geldbeutel wollten die Schweizer das nun auch erreichen. Den Leuten gehts gut, sie sind sicher und haben ihr festes Tagesschema. Langweilig. Also kauf Dir ein Problem, wenn du schon selbst keins hast.

Warum kommen mir solche Ideen nicht? Eine Steigerung wäre nun, konkrete Probleme von Leuten aufzukaufen und anonym an die Problemkäufer weiterzuverkaufen. Ich hätte da ein Paar in der 5,00 EUR-Kategorie…

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