Posts Tagged ‘Nahrung’

Hari Crunch Müsli – Ein Selbsttest

Vor kurzem bekamen wir eine Packung Hari Crunch Müsli geschenkt. Es war die Sorte „Luft und Liebe“. Hari Crunch ist eine neue Serie (neben Hari Tea) von unseren Yogis, die größtenteils bis vor Kurzem noch bei Yogi-Tee arbeiteten, dann aber ihre eigenen Firma eröffneten und sie La Alternativa nannten.

Hari Crunch – Luft und Liebe Müsli
Das Müsli ist Bio und im Premium-Segment angesiedelt. Das spiegelt sich zuerst natürlich im Preis (4,49 EUR für 325 gr). Die Verpackung besteht aus einem festen und grafisch ansprechend gestaltetem Pappkarton. Drinnen ist eine Kunststofftüte mit dem Müsli. Macht einen sehr hochwertigen Eindruck und spricht mich an.

hochwertig verpackt – Hari Crunch Müsli / Bild: Raghubir Kaur, gongmeditation.de

Das Müsli selbst sieht optisch sehr einladend und lecker aus. Und es schmeckte uns. Es ist überhaupt nicht so süss, wie man es von vielen anderen Müslis kennt, hat einen lockeren Geschmack, die Rosenblüten kommen gut hervor, ohne zu dominieren. Wir sagen: Es schmeckt.

Hari Crunch Müsli in der Schale / Bild: Raghubir Kaur, gongmeditation.de

Was uns noch auffiel: Die Crunchteile bestehen aus halben Müsliriegeln, als wenn jemand die mit der Hand schnell auseinandergebrochen hat. Die könnten man ein wenig kleiner machen. Lieber Fateh Singh, als kleine Anregung.

Riesen-Crunch-Teile im Müsli / Bild: Raghubir Kaur, gongmeditation.de

Alles in Allem ist das Hari Crunch Müsli ein hochwertiges und leckeres Müsli. Für jeden Tag wäre es mir zu teuer. Als Geschenk jedoch kommt es auf die Liste, wenn ich mal für jemanden was brach. Und wenn man es mir schnenken möchte, bitte, immer her damit.

Werbung und Webaufritt haricrunch.de
In einem Punkt können die Hari Crunchies sich noch steigern. Ihr Webauftritt www.haricrunch.de ist optisch ansprechend, hochwertig gestaltet und in Flash umgesetzt. Wenn ich aber zum Müsli will, muß ich vier mal klicken, um es auf dem Bildschirm zu haben. Als Startseite sehe ich Tee (von Hari Tea?). Durch die Flash-Gestaltung kann ich niemanden einen Link von einer Seite (Gründer, Müslisorten ect.) rauskopieren und zusenden.

Schließlich noch die Produktfotos bzw. Pressefotos. Wenn ihr möchtet, dass über eure Müslis und Tees berichtet wird, so stellt den Leuten doch auch Material zur Verfügung. Man braucht glatt ein Passwort!!!, um ein Bild zu bekommen oder muß sich bei Hari Crunch melden. Hier wünsche ich mir mehr Offenheit. Wir sind schließlich auf dem Sprung ins Aqaurian Age, hm?

Verbindungen zu Web2.0 Portalen, wo sich die Kunden befinden sucht man (noch) vergeblich (Twitter/Facebook/Blog/ect.). Das ist nicht ganz zeitgemäß. Momentan macht ihrs den Kunden nicht leicht, euch weiterzuempfehlen.

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Golden Temple Tee Haus in Hamburg

The Golden Temple Teehaus in Hamburg has been already opened a few months ago. Sat Hari Singh and his team got some very good reviews on Qype.com. The atmosphere in the tea house is very calm and warm. It has a tea garden, yummy eco vegetarian food and, of courese, lots of Yogi Tea varieties. And now they have a web site, only one side at the moment, but I´m sure, it will grow. Have a look at the picture galery.

I know, I will visit the tea house for a long afternoon break on my next Hamburg visit.

Im Mai berichtete ich bereits über das Golden Temple Teehaus in Hamburg. Zwischenzeitlich hat es längst eröffnet. Und was soll ich sagen? Es erhält sehr gute Bewertungen bei Qype. Sehr gut kommt der Teegarten an. Hier könnt ihr eine kleine Galerie sehen, wie es im Teehaus aussieht. Einer hat sogar das Klo fotografiert…

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Golden Temple Teehaus in Hamburg / Bild: Bildschirmkopie Satya Singh, gongmeditation.de

Das Betreiber-Team um Sat Hari Singh hat ein umfangreiches Progamm auf die Beine gestellt, so dass immer was los ist im Teehaus. Seit Kurzem haben sie auch eine Webseite: www.gt-teehaus.de. Momentan besteht sie zwar noch aus einer einzigen Grafik. Aber das wird sicher auch noch. Impressum und dergleichen Angaben sind der Abmahnanwälte grösste Freunde, v.a. wenn sie fehlen.

Bei meinem nächsten Hamburg-Besuch werde ich dem Teehaus auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Ich wünsche Sat Hari und seinem Team viel Erfolg und noch jede Menge Freude an dem Teehaus und seinen Gästen.

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Yoga-Studie: Schlank mit Yoga

Vor Kurzem bin ich im Blog der Los Angeles Times auf eine interessante Studie gestossen. Die American Dietic Association veröffentliche die Studie zum Thema „Mindful Eating“, also frei übersetzt: bewußtes Essen. Die LA-Times titelt dazu: Der Grund warum Leute, die Yoga-Matten, tragen immer schlank aussehen.

Bewusstes Essen
Mindful Eating (TCME= The Center Of Mindful Eating), also bewusstes Essen, heißt, aufzuhören, wenn der Körper die Signale gibt: Es ist genug, ich bin satt. Das gilt besonders dann, wenn auf dem Teller oder Buffet weitere Gaumenfreuden warten. Dazu gehören auch Verhaltensweisen, wie der Verzicht auf Essen während des Fernsehens, Essen als Stressausgleich, Essen als Frustkompensation oder um von Trauer abzulenken.

Die Studie
Forscher vom Fred Hutchinson Cancer Research Center und der University of Washington in Seattle wendeten einen 28-Punkte Fragebogen an und verteilten ihn an Yoga-Studios, Fitness-Center und Body-Loss-Center in und um Seattle. Damit erreichten sie über 300 Personen, die den Fragebogen ausfüllten. Die Forscher stellten bei der Auswertung fest, daß die Probanden, die regelmässig Yoga üben, bewusster essen und insgesamt einen besseren Body-Mass-Index (BMI) haben, als die Vergleichsprobanden aus den anderen „Gesundheitseinrichtungen“.

Der Leiter der Studie, Alain Kristal, resümierte: Yoga sollte all denen empfohlen werden, die versuchen ihr Gewicht zu reduzieren,  ihre Portionen und Mahlzeiten begrenzen wollen und ihre Kalorien zählen.

Die Kurzessenz, wie sie die LA-Times zusammenfasst: Yoga-Praktizierende sind traditionell mehr im Einklang mit ihrem Körper und essen damit auch bewusster. Es ist schön, daß das nun auch wissenschaftlich festgestellt wird. Nach und nach wird also das „alte“ Wissen, das im Sinne der modernen Wissenschaft, als unbewiesen gilt, den Status des „ist bewiesen“. Das wirkt wie ein heiliger Stempel auf die heutige Gesellschaft.

Noch was zum Body-Mass-Index (BMI). Er ist durchaus umstritten, gilt aber leider trotzdem für das Mass aller (Körper)Dinge. Seine Festlegung und Entwicklung erfolgte aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten, nicht aus gesundheitlichen. Heute hat sich die WHO seiner angenommen.

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Stevia – mein nächster Versuch

Stevia, das natürliche und hochkonzentrierte Süssungsmittel. Nach meinem ersten Versuch teste ich nun weiter. Statt den amerikanischen Tropfen aus der rohköstlichen Nahrungsergänzungsmittelindustrie habe ich jetzt Pulver, weißes Pulver. Für 15 gramm mußte ich satte 6,99 EUR bezahlen. Das hier ist mein Steevia (mit ee). Ich dacht mir schon, ich hab mich verlesen, war ich an den falschen Weisses-Pulver-Händler geraten? Nein. Kost so viel. Brauchts aber auch nur sehr wenig, meinte er.

Meine erste gesüsste Speise sollte von Muttern selbstgemachtes Rhabarer-Erdbeerkompott werden. Sehr sauer von Natur aus. Ich kippte eine Teelöffelspitze rein und rührte um. Holla war das süss. Meinem Süsspapp-liebenden Sohn hätte das grad perfekt geschmeckt. Mir wars grenzwertig zu süss. Aber der Kompott hatte noch seinen Erdbeer-Rhabarber-Geschmack. Sehr schön. Also nicht mehr dieser Beigeschmack nach Medizin oder Süssstofftablette.

Als nächstes durfte meine morgendliche tägliche Tasse Kaffee aus dem Espresso-Vollautomaten Stevia in sich aufnehmen. Die Spitze des Teelöffelstils sollte es sein. Kaum sichtbar in den Tiefen der weißen Tasse. Aber zum Süssen hats gereich. Und da war er wieder, der seltsame Beigeschmack. Ungeniessar- fast. Hab ich was falsch gemacht? Der Kaffee jedenfalls schmeckte schlecht, wirklich zum ausspucken. Da habe ich nun nachgelesen, daß ich wohl überdosiert habe – zuviel genommen. Dadurch wird der Kaffee bitter. Hier muß ich also noch üben oder mir was einfallen lassen.

Weiterer Kaffeeversuch: Diesesmal viel weniger Stevia. Der Kaffee war nicht übersüsst. Im Gegenteil. Hätt noch ein bissel was vertragen. Aber dieser seltsame Geschmack war trotzdem da. Ich habe also beschlossen: In meinen morgendlichen Kaffee kommt weiterhin Zucker. Ich nehme dafür den Gepa Mascobado. 4 Euro für 1 KG? Ja, Leute, ich benutze Zucker nur dafür in meinem Haushalt. 1kg reicht mind. 1 Jahr.

(Bild: Sten Porse, unter CC-Lizenz)

Weisses Pulver – grünes Pulver?
Die Stevia-Pflanze hat grüne Blätter. Die werden getrocknet. Anschließend zermahlt man sie. Daraus gewinnt der alternativ Interessierte ein grünes süsses Pulver. Wieso ist mein Stevia Pulver weiß? Weiß wie Koks oder Backpulver?

Die Antwort ist nicht so ganz eindeutig. Das grüne Pulver ist Stevia und enthält die gemahlenen getrockenen Blätter. Das weiße Pulver ist das Steviosid, das noch mehr süsst und aus den Steviablättern gewonnen wird. Zudem wird es gebleicht, wodurch die grüne Farbe verschwindet. Wers ganz genau wissen will, kann das hier nachlesen: freestevia.de.

Mein weißes Pulver also ist noch süsser und etwas schwerer zu dosieren. Ja, das hab ich am Kaffee bemerkt. Ich werde versuchen, mir eine Stevia-Pflanze anzulachen und mir dann das Pulver selbst zu machen.

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Golden Temple Tee Haus in Hamburg

Hamburg soll ein Golden Temple Teehaus bekommen. Für viele eine Vision, jetzt wird sie wahr. Eine kleine Initiative um Sat Hari Singh und Yogi Tee hat in der Grindelallee 26 im hamburger Stadtteil Eppendorf Räume angemietet, um ein Teehaus mit Zen-Garten zu eröffnen.

Das Golden Temple Teehaus
Das freut mich. Das bekannte Golden Temple Restaurant wurde 1992 geschlossen. Seit dem gibt es in Hamburg keinen kulinarisch spirituellen und indisch-yogischen Treffpunkt mehr. Durch die Eröffnung des Teehauses soll diese Lücke jetzt geschlossen werden. Das Golden Temple Tee Haus soll als Verein mit aktiven und passiven Mitgliedern geführt werden.

Die Gründer wollen mit dem Teehaus eine gemütlich entspannte Atmosphäre bieten. Menschen, die gesunde, yogische und biologisch angebaute Speisen und Getränke lieben, sind herzlich eingeladen, zu kommen und dort zu verweilen. Ein Kulturprogramm und der große Zen-Garten laden zusätzlich zum Kommen und Bleiben ein.

golden temple tee haus hamburg

Der goldene Tempel von Amritsar dient als Namensgeber für das Teehaus / Bild: Birka CC

Warum Golden Temple?
Das hat einen einfachen Hintergurnd. Der goldene Tempel ist das Heiligtum der Sikhs in Nordindien. Dieser Tempel steht in Amritsar. Die yogische Gemeinschaft, die hinter der Initiative steckt, sind die Kundalini Yogis nach der Tradition von Yogi Bhajan (3HO). Viele der Yogis sind auch Sikhs. Das erste Restaurant der Gemeinschaft in Hamburg hieß auch Golden Temple Restaurant. Es gibt noch eins in Amsterdam. Die Firma, die die Marke Yogi Tee betreibt heißt Golden Temple Natural Products. Sat Hari Singh war einer der ersten Yogi Tee-Mitarbeiter in Deutschland. Der Name Golden Temple ist also sehr naheliegend.

Einladung an alle
Die Initiative will nun einen Verein gründen und lädt alle Interessierten zur ersten Gründungs- und Mitgliederversammlung ein. Egal ob als aktives Mitglied oder als Förderer. Golden Temple Tee Haus Vereinsgründung und 1. Mitgliederversammlung

Dienstag, 19. Mai 2009
ab 19.00 Uhr
Yogazentrum Nanak Niwas
Eppendorfer Weg 213
20253 Hamburg

Hier stelle ich euch noch PDF´s als Anhang als weitere Infos zum Herunterladen bereit:
gruendung-teehaus.pdf
satzung-teehaus.pdf (auf Wunsch von Teehaus Hamburg 2016 gelöscht)

Zudem werden natürlich noch Mitarbeiter gesucht, die bereits Erfahrung in der Gastronomie haben.

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Stevia – ein Versuch

Zu Ostern habe ich von meiner Frau Stevia bekommen. Genau genommen ein kleines Miniflascherl mit diesen Steviatropfen und einem Grapefruitkernextrakt. Sie hatte es auf der Rohkostmesse Rohvolution gekauft.

Was ist Stevia?
Stevia ist kaum bekannt. Es handelt sich dabei um ein Süssungsmittel. 30x süsser als Zucker, 150x mehr Süsskraft als Saccharain (E954). Stevia ist pflanzlich und kommt aus Südamerika, genauer gesagt aus dem Grenzgebiet von Paraguay und Brasilien. „Entdeckt“ wurde die Süssungskraft der Stevia-Pflanze bei uns in den 1930iger Jahren. In Südamerika nehmen die Einheimischen das natürlich schon viel länger. Stevia hat keine Kalorieren, schont die Zähne und süsst viel stärker als Zucker.

Gefahr durch Stevia
Aber hallo. Wenn Stevia so super toll süsst, warum haben wir dann immer noch diese Aspartam Saccharin- und Freunde-Süssungsmittel? Aspartam z.B. wird von unseren bekannten Freunden von Monsanto hergestellt. Die wollen natürlich ihren Markt für ihr Produkt nicht geschmälert sehen. Also haben sie entsprechende Studien finanziert, um Lobby-Meinung gegen Stevia zu machen. Das hatte 1984 in den USA großen Erfolg. Stevia wurde als Lebensmittel nicht erlaubt. Langsam rehabilitiert sich die Stevia-Situation in den USA wieder.

In Europa gibt es Wiederstände der Agrar-Industrie. Stevia als Zuckerersatz? Was machen all die subventionieren Zuckerbauern, die Zuckerindustrie? Stevia wurde der sog. Novel Food Novelle unterstellt. Es ist momentan verboten, Stevia als Lebensmittel in Umlauf zu bringen.

In manchen Öko-Läden findet man Stevia-Produkte in der Kosmetik-Abteilung. Die momentan zugelassene Menge ist 0-4 mg/kg Körpgergewicht.

Hier ein Bericht aus dem schweizer Fernsehen:

Neue Chancen für Stevia
Man braucht schon starke Befürworter für ein bekämpftes Produkt. Und da kam Coca Cola ins Spiel. Sie reichten bis 2007 zahreiche Patente für Stevia-Produkte ein. Einsatzgebiet: Ihre Light-Produkte. Die Zucker-Industrie läuft Sturm. Coca Cola aber sieht mit Stevia neue Chancen für seine Produkte.

Die Steviapflanze gibt es aber in vielen Gärtnereien zu kaufen.

stevia-rebaudiana-total

(Bild: Sten Porse, unter CC-Lizenz)

Wie süsst man mit Stevia?
Je nach Stevia-Produkt muß man da genau dosieren. Denn Stevia süsst im Milligramm bzw. Tropfenbereich. Ihre Süsskraft ist ungemein stärker als bei herkömmlichen Zucker. Wir sind beim Zucker auf Gramm- und Löffelangaben konditioniert. Bei Stevia läuft das anders.

Ich habe das jetzt bei meinem Kaffee aus der Espressomaschine getestet. Ein paar mal hats schon gedauert. Ein Tropfen erstetzt einen Löffel Zucker. Bei einem Tropfen hab ich in meinem Espresso noch nichs von süss gespürt. Ich bin schliesslich bei 3 Tropfen gelandet. Schmeckt dann auch süss. Mein Stevia-Produkt aus der Nahrungsergänzungsmittelindustrie der USA hat einen Beigeschmack. Und der erinnert schon sehr an die Familie der Aspartamis und Saccharinis.

Hier ein Bericht des NDR mit einem Kochrezpet: (Bild klicken)

stevia

(Bild: eigene Bildschirmkopie)

Fazit: Stevia für mich?
Ganz klar. Das Testergebnis mit Kaffee sagt: Nein. Der komische Beigeschmack sagt mir: Dieses Stevia-Produkt aus dem Fläschchen soll es nicht sein. Ich gebe Stevia aber noch nicht auf. Ich werds mal als Pulver noch probieren. Jetzt süsse ich in meinem Haushalt ausser Kaffee höchsten noch Griessbrei mit Zimt-Zucker. Kaffee ist das gesüsste Produkt Nr. 1 bei mir. Sonst ist Zucker bei mir kaum in Verwendung. Zudem bin ich durch den Zuckergeschmack, den wir ja von Baby auf kennen, so konditioniert, dass unsere Rezeptoren Zuckersüsse als „normsüss“ empfinden. Wer weiß, wie es wäre, hätte man mich von Baby auf mit Steviasüsse gefüttert. Dann wäre wohl die Zuckersüsse mit üblem Beigeschmack versehen. Wie das mit dem Konditionieren unserer Rezeptoren und Sinne funktioniert, habe ich grad hier gezeigt.

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Genmais Mon 810 verboten

Das ist mir nun ein Anliegen. Die Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat also den Anbau der umstrittenen Gen-Maissorte MON 810 von Monsanto verboten. Ihr Vorgänger in Berlin, Horst Seehofer hat ihn vormals noch erlaubt, kämpft aber jetzt um Wählerstimmen…

Aigner sagte dazu: „Ich komme zu dem Schluss, dass es berechtigten Grund zu der Annahme gibt, dass der genetisch veränderte Mais der Linie Mon810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt„. Die genaue Meldung könnt ihr hier lesen.

Infos

Bei mir zu Hause in der Nähe, genau gesagt in Reichertshofen, im Wahlkreis von Horst Seehofer, wird Gen-Mais angebaut. Die Greenpeace-Karte zeigts auf.

Zum Anbauverbot durch Ministerin Aigner sage ich:
Gratulation. Die Beweggründe mögen vielfältig gewesen sein. Die Wissenschafts-Pro-Genmanipulier-Lobby um Kanzlerin Merkel und die CDU auf der einen Seite bejammern jetzt, dass Forschungseinrichtungen aus Deutschland abwandern werden. Bitte, sollen sie. Die Wählerstimmen-Lobby der eigenen CSU, die sogar Seehofers eigene Beschlüsse aufhebt, die Stimmen aus dem Umweltministerium und den starken Bauernverbänden, die Umfragen, dass die Mehrheit der Bevölkerung keine genmaniupierten Pflanzen und Lebensmittel möchte, haben dann doch zum Verbot geführt. Aigner sagt natürlich, das war keine politische Entscheidung. Eine reine Sachentscheidung. Das passt auch.

Ich baue jetzt Mais an

bantam

(Bild: eigene Bildschirmkopie von www.bantam-mais.de)

Ich selbst werde dieses Jahr in meinem Garten auch Mais anbauen. Die Sorte Bantam soll es sein. Damit mache ich gleichzeitig bei der Aktion Bantam-Mais mit. Ich lasse meinen Garten als Anbaufläche registieren.

Lange Jahre kleiner Protest und konsequent seine Wählerstimme vergeben zeigen heute im 21. Jahrhundert Wirkung. In den 1980iger Jahren waren es noch Massenproteste der Umweltbewegung. So ändern sich die Zeiten. Der Verbot einer einzigen Maissorte soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Thema damit vom Tisch wäre. Wie wärs mit Gen-Soja?

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Herbstzeit ist Vata-Zeit

Der Herbst ist da, nun fast auch schon der Winter. Draussen ists kalt und neblig. Der Wind bläst die Blätter von den Bäumen. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Die Natur schenkt uns ihre Haupterntezeit. Nüsse sind reif, Kastanien locken mit ihrem Duft auf den Marktständen und unser Wurzel- und Krautgemüse wird geerntet. Plötzlich gibts Weisskraut in Massen, Pastinaken und Steckrüben kommen in den Handel und Lebkuchen stehen in den Regalen.

Warum gibts im Herbst diese schweren Sachen in so großen Mengen? Warum bietet uns die Natur die Nüsse und Kastanien im Herbst? Könnte doch auch im Juni schon so weit sein. Aber da gibts Kirschen und Erdbeeren. Und warum haben wir im Herbst oft Lust auf fette und „schwerere“ Kost?

Spät-Herbstzeit und Winter ist Vata-Zeit
Aus der ayurvedischen Lehre kennen wir die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha. Der frühe Herbst, wo die Blätter golden werden und die Sonne uns noch wärmt ist die ausklingende und sanfte Pitta-Zeit. Jetzt, wo es stürmisch wird, die Kälte kommt und wir am liebsten zuhause vor dem Kaminofen mit einer Tasse Tee sitzen, ist Vata-Zeit. Viele Menschen merken das sehr vordergründig und spüren es bewusst. Häufige Anzeichen, daß Vata dominiert und unseren Körper beherrscht sind:

  • schmerzende Gelenke
  • kalte Hände und Füsse
  • schwerer Schlaf oder häufigeres nächtliches Aufwachen
  • trockene Haut und Schleimhäute insbesondere die Lippen
  • unregelmässige Verdauung mit Blähungen oder Verstopfungen
  • Konzentrationsstörungen oder Vergesslichkeit

Wie das Lagerfeuer im windigen Herbst, das zwischen lodernden Flammen und Glut schwankt, bewegt sich auch unser Verdauungsfeuer Agni. Mal brennt es sehr gut, dann wieder kaum. Die ayurvedische Lehre empfiehlt für diese Zeit eben gekochte und warme Speisen. Damit nehmen wir unserem Agni einen Teil seiner Arbeit, nämlich das Erwärmen und Aufschließen der Nahrung ab. Gekochtes Essen kann das das Verdauungsfeuer in die einzelnen Bestandteile besser verarbeiten.

Getränke sollten ebenfalls warm sein. Im Spätherbst empfehle ich Ingwerwasser und Kräutertees mit wärmenden Eigenschaften. Zur die Mittags- und die Abendmahlzeit passen vor allem Gemüsesorten, die süß und nährend sind. Beispielsweise Kürbis, Karotte, Rote Bete, Süßkartoffel, Pastinake und Rüben. Brot ist nicht so geeignet, da es die Vata-Eigenschaften trocken, rau und kalt erhöht, ebenso Salate und Rohkost, da sie sehr schwer verdaulich und kalt sind (Was der alte Konzi dazu sagt?)

Die typischen Vata-Gewürze sind Zimt, Fenchel, Anis, Muskat, Kümmel, Kardamom, Süßholz, Nelken, oder frischer Ingwe. Ha. Und zufällig finden wir diese Gewürze auch in den genannten Lebkuchen? Unsere Weihnachtsbäckerei ist voll davon.


(Bild: Gemüsesuppe mit Kartoffeln, Sellerie, Lauch, Gelberüben, Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer)

Warum die Lust auf Fettes und Schweres?
Auch hier obsiegt noch die Natur in uns. Unser Organismus hat noch die Programme, Instinkte und Muster aus alten Jahrtausenden und Jahrhunderten. Im Herbst wirds kalt, im Winter ist es kalt. Dafür müssen wir uns entsprechend wappnen und für diese Zeit schützen. Die Tierwelt macht es uns immer noch vor. Der bekannten Winterspeck hat sehr wohl auch bei uns Menschen noch eine wichtige Funktion. Entsprechend verlangt es uns auch danach.

Die Natur bietet genau aus dem Grund Nahrungsmittel, mit einem erhöhten Fett- und Nährgehalt. Dazu gehören bei uns Nüsse, Kastanien, Buchen, Samenkapseln aber auch Getreide(samen) oder die nahrhaften Wurzelgemüse und Kürbisse. So wie sich Tiere in dieser Zeit zurückziehen, dürfen wir das auch. Mit der Tasse Tee in eine Decke eingehüllt vor dem Feuer sitzen entspricht genau unserer Natur. Lebkuchen, bestehend aus Nüssen und Zucker, Zucker, Invertzuckersirup, Fructose, Malotdextrin, Rohrrohzucker, Dextrose und derlei versteckten Verklausulierungen, schmecken vielen Menschen besonders gut.

An mir selbst merke ich, daß es mir nach eher fetten Speisen gelüstet. Dafür ists mir nicht mehr so nach Salat. Viel Ghee, Nüsse, Avocado, frische Kokosnuss. Das ists, was ich jetzt will. Und das ist auch gut so.

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