Yoga Journal auf Deutsch – eine Leserkritik

Ich habe jetzt auch das Yoga Journal auf deutsch gelesen. Raghubir hats mir mitgebracht. Über das Erscheinen der deutschen Ausgabe habe ich bereits berichtet. Letztens im Zug hatte ich Zeit, es durchzuackern, wie Freund Konzi so schön sagt.

Das Layout ist zeitgemäss und leicht erfassbar. Der Sprachstil des Journals ist gut verständlich. Ein wenig hatte ich das Gefühl, es wäre doch irgendwie ein Jivamukti-Journal. Ob es an Gabriela Bozic, die fleissig mitarbeitete, lag?

Neben dem Gespräch mit Patrick Broome, Yoga-und-Hip-Hop, Glückwünschen, mehreren Buchempfehlungen, den Eventhinweisen waren noch die Detox-Geschichte und ein paar Kleinmeldungen jivamuktisch. Glückwunsch, daß ihr gleich so dick den Fuß ins Magazin gebracht habt. Aber auch als Anzeigenkunde waren die Jivamuktis aktiv. So kenne ich das auch aus der PR-Branche.

Inspirierend und anregend empfand ich die Gabrielas Detox-Geschichte (Entgiftung) inklusive einer Anleitung für Entgiftung zu hause. Erinnert mich etwas an die Elefanten-Kryia, nur wesentlich sanfter…

Erste deutsche Ausgabe des Yoga Journals, Bild: Karma Konsum-Blog

Insgesamt sag ich mal, hatten die anderen Yoga-Richtungen wohl noch nicht so den Fuß in der Redaktion, weshalb die Jivamukti-Lastigkeit sehr auffällig ist. Das wird sich hoffentlich in den nächsten Ausgaben relativieren. Als Yogalehrer gefällt mir das Magazin gut.

Yoga Journal auch für Yoga-Schüler?
Wie geht es dem Yoga-Schüler, der noch mit seiner Yoga-Praxis ausserhalb des Studios kämpft und dem viele Asanas noch schwer fallen? Allenthalben perfekte Yogis, jahrelange Erfahrungen, wunderschöne Asana-Haltungen im Journal. Bekommt er Zustände, weil er selbst doch noch so weit davon entfernt ist? Oder nimmt ers als Vorbild auf, was noch alles möglich wäre?

Ein wenig kommt mir diesbezüglich das Magazin wie die Modezeitschriften mit den perfekten Models vor. Nehmt doch auch Alltagsmenschen mit rein, die nicht den perfekten Körper haben, nicht die hippe Yoga-Mode vorführen. Sehr erfrischend war hier die Geschichte von Gabriela und ihren Erfahrungen in der Türkei (S. 67).

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